End-to-End Prozesse und Ihre Bedeutung

Gemäß einer von APQC in 2019 durchgeführten Studie zu Prozess und Performance Management Prioritäten, ist die Etablierung von End-to-End Prozessen eine der obersten Prioritäten für Prozessmanagement Spezialisten. Ein ganzheitliches Prozess-Verständnis ist notwendig, um Unternehmen bei der Erreichung ihrer Ziele zu unterstützen, da strategische Ziele von Natur aus selten funktional sind. Das sind große Themen, wie die Verbesserung der organisatorischen Agilität, die Ausrichtung auf den Kunden oder den Eintritt in einen neuen Markt. Solche Ziele basieren auf dem Verständnis, wie das Unternehmen Werte schafft und den Zweck seiner Prozesse aufeinander abstimmt.

Wir verlassen uns auf den Fokus, die Priorisierung und das Verständnis aller Mitarbeiter, mit denen wir für einen gemeinsamen Erfolg zusammenarbeiten. Leider sind wir oft mit konkurrierenden Bedürfnissen und Erwartungen konfrontiert, die sich aus dieser Mischung von Organisationsstrukturen, Leistungskennzahlen und individuellen Perspektiven auf den eigenen Vorteil ergeben. Es fehlt eine gemeinsame Vision und Vorgehensweise, welche ein leistungsstarkes Team ausmacht.

Frameworks und Transparenz sind der Schlüssel für End-to-End Prozesse.

Die Mehrheit der befragten Unternehmen (67%) hat bereits mit der End-to-End Prozessabbildung begonnen, und über die Hälfte dieser Unternehmen sehen in End-to-End-Prozessen einen Mehrwert. Hier sind die fünf wichtigsten Anwendungen von End-to-End-Prozessen:

  • Prozesse verknüpfen und zum Kundennutzen arbeiten
  • Nachhaltige Prozessverbesserungen schaffen
  • Aufschlüsselung von Betriebssilos
  • Wechsel von einer funktionsorientierten zu einer prozessorientierten Organisation
  • Aufbau einer robusten Prozessgrundlage zur Verbesserung der Agilität

Die Herausforderungen bei der Etablierung von End-to-End Prozessen

Die Etablierung von End-to-End-Prozessen ist einfacher gesagt als getan. Ohne eine verbindliche Taxonomie - wie ein Prozess-Framework - und jemanden mit Überblick, oder besser noch, Aufsicht, über alle Teile und wie sie zusammenspielen, sind wir nur eine lose, suboptimale Summe der Teile. Laut der Forschung von APQC sind die fünf wichtigsten Herausforderungen für End-to-End Prozesse:

  • Für die Mitarbeit des Personals sorgen
  • Identifizierung von Prozessverantwortlichen
  • Ermittlung der richtigen KPIs
  • Definition des Umfangs
  • Nutzung eines Frameworks

Die Forschung APQCs hat ergeben, dass diese Herausforderungen zwar real, aber nicht unüberwindbar sind. Jedes Mal, wenn man sich einen Order-to-Cash oder einen anderen End-to-End Prozess ansehieht, sieht man eine gewisse Einzigartigkeit aufgrund von Kultur, Organisationsansatz, Branche oder Reife des Prozessmanagements. Aber es wurden auch gemeinsame Prinzipien beobachtet, die Klarheit, Ausrichtung und das richtige Gleichgewicht der konkurrierenden Bedürfnisse fördern.

Hier sind einige weitere Beobachtungen, die gemacht wurden:

  • Ein Framework oder eine Prozessarchitektur hilft, eine gemeinsame Sprache und einen nachhaltigen Wandel voranzutreiben.
  • Gute Prozesssteuerung und Prozessverantwortung sind ein entscheidender Erfolgsfaktor.
  • Wissensfluss, gemeinsame Maßnahmen und abgestimmte leistungsbezogene Belohnungen helfen, das Verhalten zu fördern.
  • Der Fokus auf das Engagement, das Verständnis und die Vereinbarung, kollektiv und nicht individuell zu arbeiten, sind entscheidend.

Eine gute Prozessteuerung, eine gemeinsame Sprache, sowie das Verständnis als Kollektiv und nicht als Individuum zu arbeiten sind also entscheidende Faktoren für die Etablierung von End-to-End Prozessen und letztlich auch für den Unternehmenserfolg.

 

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