Glossar

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A

   
Average   Durchschnitt / Mittelwert.
   

B

   
Benchmarking   1. Eine Technik, um die eigenen Unternehmespraktiken, -prozesse und produkte mit denen der Weltbesten zu vergleichen, einschließlich denen in anderen Industrien.
2. Eine Technik, die eingesetzt wird, um eine Basislinie der bestehenden Leistungsfähigkeit eines Prozesses festzulegen.
     
BB (Black Belt)   Vollzeitmitarbeiter in der Six Sigma-Organisation; Projektleiter für Six Sigma-Verbesserungsprojekte; Experte in der Anwendung von Six Sigma­ Methodiken und Werkzeugen.
     
Baseline   Null-Linie: Dokumentierter, d.h. gemessener Ausgangspunkt für Prozeßverbesserungen.
     
Best Practice   Derzeit beste im eigenen oder in fremden Unternehmen angewendete Methode, Werkzeug oder Prozess.
     
Brainstorming   Ein Prozess zur Erzeugung von vielen Ideen in einer Gruppe.
   

C

   
Cause And Effect   Ursache und Wirkung
     
Cause And Effect Diagram   Ursache und Wirkung-Diagramm, auch „Fischgrät" genannt.
     
Charter
(Team Charter,
  Projekt Charter)
  Projektbeschreibung; gleichzeitig Auftrag an das Projektteam.
     
Champion   Auftraggeber für ein Six Sigma-Projekt. Diese Person muss in der Lage sein, bereichsübergreifende Entscheidungen zu treffen oder Mitarbeiter und Mittel für das Projekt zur Verfügung zu stellen. Es handelt sich dabei meist um einen Geschäftsführer oder Bereichsleiter.
     
Common Causes of Variation   Allgemeine Ursachen der Streuung.
     
Control Chart   deutsche Bezeichnung: Regelkarte - Ein statistisches Werkzeug, das aussagt, ob ein Prozeß unter statistischer Kontrolle ist.
     
Control Limits (Upper, Lower)   Kontrollgrenzen (obere, untere).
     
Control Plan   Plan zur Überwachung und Steuerung des Prozesses nach der Umsetzung der Verbesserungen aus einem Six Sigma-Projekt (s. Improve-Phase im DMAIC).
     
Cost-Benefit-Analysis   Analyse von Kosten im Vergleich zu dem erwarteten Nutzen (insb. von Verbesserungen).
     
Cp   Prozeßfähigkeit, Zielwert ist Zentrum der Spezifikationsbreite:
customer expectation ÷ process execution ausgedrückt als (USL-LSL)/(UCL-LCL).
     
Cpk   Prozeßfähigkeit, die nicht zentriert oder nur einseitig ist. Die statistische Mittelwertverschiebung wird mitberücksichtigt; customer expectation ÷ prozcess execution ausgedrückt als minimum [(USL-µ)/3σ , (µ-LSL)/3σ)].
     
CTE (Critical to Efficiency)   Für den (internen) Kunden erfolgskritisches Qualitäts- und Serviceniveau, welches die Kundenzufriedenheit bestimmt.
     
CTQ (Critical to Quality)   Qualitätskritische Anforderung des Kunden, welche erfüllt werden muss. Sie bestimmt die Kundenzufriedenheit.
     
Customer   Kunde, damit sind sowohl externe Kunden als auch interne Kunden (z.B. andere Unternehmensbereiche) gemeint.
   

D

   
Data Collection Plan   Plan zur Datenerfassung; standardisiertes Formular (s. Measure-Phase im DMAIC).
     
Defect   Fehler, d. h. der Fall, wenn die durch den Kunden gestellte Anforderung (CTQ) nicht erfüllt ist.
     
Defect opportunities   Fehlermöglichkeiten: jede Möglichkeit, einen Fehler (s. defect) zu machen und dadurch die Kundenanforderungen nicht zu erfüllen; wichtig für die Sigma-Berechnung.
     
Deliverable   Dokumentiertes Ergebnis eines Teilschrittes in Six Sigma-Projekten.
     
DFSS   „Design for Six Sigma". Auch „DMADV" genannt; vgl. auch ->DMAIC.
     
DMADV (Define-Measure-Analyse-Design-Verify)   Six-Sigma-Methodik für das Konzipieren von neuen Prozessen. "D-M-A-D-V" bezeichnen die Anfangsbuchstaben der fünf Phasen dieser Methodik. Vergl. auch   -> DFSS.
     
DMAIC (Define-Measure-Analyse-Improve-Control)   Six Sigma-Methodik zur Prozessverbesserung. D-M-A-I-C bezeichnet die fünf Phasen dieser Methode.
     
DOE   Design of Experiments (Versuchsplanung)- statistisch geplante experimentelle Bestätigung der KPIVs aus der FMEA und/oder Multivari-Studie.
     
DPMO (Defect per Million Opportunities)   Fehler pro eine Million (Fehler-) Möglichkeiten; wird zur Berechnung der Prozessleistungsfähigkeit (in Form eines Sigma-Wertes) verwendet.
   

F

   
Fishbone Diagram (Fischgrätendiagramm)   Standardwerkezug zur Darstellung von Fehlerursachen, auch als Ishikawa-Diagramm bekannt.
     
Flow Chart   Ablaufdiagramm zur standardisierten Darstellung von Prozessen.
     
FMEA   Failure Modes and Effects Analysis (Analyse von Fehlerart und Auswirkung); ein Werkzeug zur Verknüpfung von Fehlerarten mit Ursache & Wirkung, so dass Prozeßkontrollen zur Reduzierung der Fertigung inakzeptabler Produkte umgesetzt oder Entdeckungsmethoden verbessert werden können. Priorisiert Verbesserungsbestrebungen.
   

G

   
Gage R&R/Gauge R&R   Eine Studie zur Ermittlung der Wiederhol- und Vergleichspräzision eines Messsystems. Kann auch Probenvarianz einschließen.
     
GB (Green Belt)   Mitarbeiter/in in operativen Projekten, welche/r in den Tools und Methoden von Six Sigma geschult wurde und in diesen Projekten die Qualitätssicherung übernehmen kann.
   

H

   
Histogramm   Diagrammform zur Darstellung einer Häufigkeitsverteilung. Nützlich, um mehrere Einflüsse und Effekte zu priorisieren und die wichtigen von den weniger wichtigen zu unterscheiden.
     
Hypothesenprüfung   Eine Möglichkeit der Datenanalyse, speziell aus den DOEs, zur Ermittlung, ob die beobachteten Ergenisse statistisch signifikant sind. Anders ausgedrückt: Sind die Ergebnisse möglicherweise auf zufällige Streuung zurückzuführen?
   

I

   
I & MR   Einzelwert- (Urwert-) und veränderliche Spannweiten- (Range-) Karte, ein Typ Regelkarte, der auf Einzelwertmessungen basiert.
     
Improvements   Verbesserungen.
     
ISO 9000 ff.   Normenreihe bzgl. Qualitätsmanagementsystemen.
   

K

   
Korrelation   Beschreibt das Ausmaß der Beziehung zwischen 2 oder mehr Variablen bzw Meßreihen.
     
KPIV   Key Process Input Variable (wesentliche Prozessinput-Variable).
     
KPOV   Key Process Output Variable (wesentliche Prozessoutput-Variable).
     
Kurzzeit-Fähigkeit   Ermittelt Prozeßstreuung, bewertet die Fähigkeit, Spezifikationen einzuhalten, und ermöglicht die Aufstellung kurz-, mittel- und langfristiger Ziele. Benötigt 30-50 Beobachtungen.
   

L

   
Lessons Learned   Lernerfahrungen aus Six Sigma-Aktvitäten, die in künftigen Aktivitäten genutzt werden sollen; Grundlage für einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess.
     
µ, σ   Griechische Buchstaben zur Bezeichnung des Mittelwerts und der Standard-abweichung  einer Grundgesamtheit. Sie sind Maße der zentralen Tendenz (µ) und Streuung (σ).
   

M

   
MBB (Master Black Belt)   Vollzeitiger Six Sigma-Berater und Coach. Unterstützt Champions und Black Belts bei der Durchführung der Qualitäts- projekten.
     
Measures   Messgrößen.
     
Median   Zentralwert.
     
Moment Of Truth   Momente der Wahrheit. Zeitpunkt eines Prozesses, in dem direkter Kundenkontakt besteht.
     
µ (my)   Griechische Buchstabe zur Bezeichnung des Mittelwertes einer Grundgesamtheit. Er ist Maß der zentralen Tendenz.
   

N

   
Net Benefit   In Geld messbarer Erfolg von Six Sigma-Projekten. Positiv zählen Erfolge aus „zusätzlichem Umsatz, Produktivitätssteigerungen und Kostensenkungen", negativ zählen die „Kosten der Umsetzung".
     
Normalverteilung   Idealisierte Form einer Häufigkeitsverteilung. Auch als Glockenkurve oder Gaußkurve bekannt. In der grafischen Darstellung kommen die mittleren Werte häufiger vor als die äußeren Werte.
   

O

   
Opportunity   (Fehler-) Möglichkeit. Jeder Fall der auftreten könnte, der messbar ist und eine Kundenanforderung nicht erfüllt.
   

P

   
Pareto-Prinzip   Pareto-Prinzip: 80% der Probleme entstehen durch 20% der Ursachen.
     
Process   Eine Reihe von miteinander verbundenen Aktivitäten, die einen gesteigerten Wert erbringen.
     
Process Capability   Fähigkeit eines Prozesses, ein Produkt in einer konstanten Weise zu liefern (wenig Variationen).
     
Process Management System   Managementsystem zur Steuerung von Prozessen mit dem Ziel, den Prozeß mit hoher Zuverlässigkeit und Fehlerfreiheit zu betreiben.
     
Process Map   Prozesskarte / Ablaufsdiagramm.
     
Process Owner   Mitarbeiter, der für einen Prozeß / Teilprozeß und dessen langfristige Leistungsfähigkeit verantwortlich ist.
     
Process Variation   Streuung in den über die Zeit gemessenen Ergebnissen eines Prozesses. Die Variation kann aufgrund „natürlicher" (common cause) oder „besonderer" (special cause) Ursachen hervorgerufen werden.
     
Project Charter (Charter, Team Charter)   Kurze Übersicht über ein Six Sigma-Projekt. Enthält Angaben zu: "Business Case", "Problembeschreibung", "Zielbeschreibung", "Projektumfang und -abgrenzung", "Projektteam und Projektmeilensteine".
   

Q

   
Quality   Die vom Kunden bewerteten Eigen- schaften eines Produktes. Quality kann Faktoren beinhalten wie Pünktlichkeit, Größe, Zeit, Zuverlässigkeit oder andere.
     
QFD   Quality Function Deployment; ein Prozeß, der Kundenanforderungen mit Produkt-/ Prozeßcharakteristika und weiter mit Fertigungsverfahren verknüpft, so daß die Produkte die Kunden zufriedenstellen und in Prozessen mit hohen Cpk-Verhältnissen gefertigt werden.
   

R

   
Range   Spannweite.
     
Regression   Beschreibt mathematisch die Beziehung zwischen 2 oder mehr Variablen anhand einer Gleichung.
     
Requirements   Kundenanforderungen, relevant für die Zufriedenheit des Kunden (Kunden"anforderungen" sind wichtiger als Kunden"wünsche").
     
Rework   Handlungen, die erforderlich sind, um durch einen Arbeitsprozess entstandene Fehler zu beseitigen.
     
RTY (Rolled Throughput Yield)   Gesamtausbeute eines Prozesses.
     
Run Chart   Verlaufsdiagramm; Darstellung von Meßwerten über die Zeit.
   

S

   
Sales Green Belt   Vertriebsmitarbeiter mit direktem Kundenkontakt und Schwerpunkt auf Six Sigma-Kenntnissen für die Kundenschnittstelle.
     
Sample   Stichprobe. Untersuchte Teilmenge einer Grundgesamtheit. Die Stichprobe soll die Grundgesamtheit repräsentieren.
     
Scatter Diagram   Streudiagramm zur Darstellung von Abhängigkeiten zwischen zwei Variablen (z.B. einer Eingangs­und einer Ausgangsgröße).
     
Scope   Umfang des Six Sigma-Projektes: „In scope" ist alles, was im Projekt betrachtet wird. „Out of scope" ist alles, was nicht betrachtet wird.
     
Scorecard   Instrument für die subjektive Bewertung von Produkten durch den Kunden. Siehe auch -> „Voice of the Customer" (VOC).
     
Shareholder   Eigner des Kapitals des Unternehmens.
     
Should be process map   Darstellung des Sollprozesses, i.a. der Ablauf nach Umsetzung der Verbesserungen aus einem Six Sigma-Projekt.
     
Sigma   1. Mathematischer Begriff für die Standardabweichung.
2. Maß für die Fähigkeit von Prozessen.
     
     
σ (sigma)   Griechischer Buchstabe zur Bezeichnung der Standard-abweichung  einer Grundgesamtheit. Er ist Maß zentralen und Streuung.
SIPOC (Suppliers-Inputs-Process-Outputs-Customers)   Six Sigma-Werkzeug: Standardisierte Darstellung eines Prozesses mit dessen Start- und Endpunkt, den Eingangs- und Ausgangsinformationen sowie Kunden und Lieferanten.
     
Six Sigma   1. Sechs Sigma bedeuten statistisch gesehen nur 3,4 Fehler (s. defect) bezogen auf 1 Mio. Möglichkeiten, Fehler zu machen (d.h. die Anforderungen des Kunden nicht zu erfüllen).
2. Qualitätsbewußtsein und Management- philosophie, Kundenerwartungen in einem hohen Maß und profitabel zu erfüllen.
     
SPC   Statistical Process Control (Statistische Prozeßregelung)- Einsatz von statistischen und graphischen Werkzeugen zur Überwachung des Prozesses und Identifizierung ungewöhnlicher Prozeßstreuung (im Gegensatz zu normaler Prozeßstreuung), so daß (spezielle) Ursachen eliminiert werden können.
     
Special Cause Of Variation   Spezielle Ursache der Streuung.
     
Specification Limits (USL=upper specification limit; LSL= lower specification limit)   Spezifikationsgrenzen (USL=obere Spezifikationsgrenze; LSL=untere Spezifikationsgrenze); Grenzwerte für die Kundenzufriedenheit (s. auch CTQs).
     
Stakeholder   Personen und Mitarbeiter, welche in einem Prozess involviert sind oder Interesse daran haben, dass der Prozess reibungsfrei läuft.
     
Standard Deviation   Standardabweichung (Streuung der Daten um den Mittelwert).
     
Stichprobe   Die spezielle Untermenge aus der Grundgesamtheit.
     
Streuung:Allgemeine Ursache   Streuung in einem Prozeß, die möglicherweise nicht durch die Bedienungsperson gesteuert werden kann, und deren Ausmaß möglicherweise nur durch äußere Hilfe reduziert werden kann.
     
Streuung:Spezielle Ursache   Prozeßsteuerung, die durch die durch definierte Ursachen (z.B. Bedienperson) gesteuert wurde.
     
Survey   Systematische Kundenumfrage oder Interviews.
   

T

   
Tracking   12monatige Nachverfolgung des tatsächlichen Projektnutzens (Net Benefit) eines Six Sigma­Projektes.
     
Team Charter   s. Projekt Charter.
     
TQM (Total Quality Management)   Ein übergreifender Geschäftsansatz (Philosophie), welcher Kunden- orientierung, Mitarbeiterbeteiligung und Fehlerbeseitigung einschließt.
   

U

   
UCL, LCL (OEG, UEG)   Obere Eingriffsgrenze, Untere Eingriffs-grenze; Grenzen, die durch den Prozeß bestimmt sind, und außerhalb derer wir kaum Daten erwarten, wenn der Prozeß auf dem Zielwert und unter Kontrolle ist. Üblicherweise werden diese auf +- 3σ vom Prozeßzielwert gesetzt. Für normalverteilte Daten umfassen diese Grenzen 99,7% derBeobachtungen.
     
Unit   Einheit. Gegenstand der Information, der den Prozess durchläuft.
     
USL, LSL (OGW, UGW)   Oberer Grenzwert, Unterer Grenzwert; Grenzen, die von nachfolgenden Kunden, intern und/oder extern, gesetzt werden, und jenseits derer der Prozeß nicht betrieben werden darf.
   

V

   
Value-Added Work   Schritte, die essentiell für die Erstellung eines Produktes oder Service sind, die den Kundenwünschen und Anforderungen entsprechen. Der Kunde muss bereit sein, dafür zu zahlen. Der Schritt wird beim schon ersten Mal richtig durchgeführt. Der Schritt bringt das Produkt oder den Service weiter zur Fertigstellung.
     
Variablenregelkarte   Eine Prozeßregelkarte für ein Merkmal oder Parameter mit kontinuierlichen Werten anstelle von diskreten Werten.
     
Varianz / Variation   Streuung (s. Process Variation).
     
Vital few   Die „wenigen Wichtigen"; zumeist im Zusammenhang mit Fehlerursachen verwendet.
     
VOC (Voice Of The Customer)   Sammlung von Kundenaussagen zur Qualität der erhaltenen Produkte. Diese werden direkt beim Kunden erhoben. Mit Hilfe dieser oft pauschalen, undifferen- zierten und unzureichend spezifizierten Aussage werden die CTQ definiert und daraus Meßgrößen für die Kunden- zufriedenheit abgeleitet.
   

W

   
Workbook   Projektdokumentation für Six Sigma-Projekte.
   

Y

   
Yellow Belt   Mitarbeiter, der aufgrund seiner Funktion eine vertiefende Six Sigma-Schulung erhält und häufig Kontakt mit Six Sigma-Projekten hat.
Veröffentlicht: Mittwoch, 18. April 2018 09:36
 

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