Quality Function Deployment

Quality Function Deployment (QFD) beschreibt eine durchgängige Methodik zur kunden- und marktorientierten Entwicklung von Prozessen, Produkten und Dienstleistungen. Grundlage von QFD ist die Trennung der Kundenanforderung (was wird gefordert?) von der prozessualen oder technischen Realisierung (wie wird es erfüllt?). Die Ergebnisse des QFD-Prozesses werden im sogenannten House of Quality visualisiert.

Mit Hilfe des House of Quality kann ein Unternehmen Kundenanforderungen gewichten und daraus Produktmerkmale oder Prozessanforderungen definieren. Auf diese Weise lassen sich Zusammenhänge zwischen Kundenerfordernissen/-bedürfnissen und Unternehmenserfordernissen/-möglichkeiten bestimmen.

Die Kundensicht kann z.B. durch Bottle Neck Engineering erhoben werden. Der gleichzeitige Blick auf den Markt und die Konkurrenz kann durch Benchmarking oder durch Reverse Engineering in die Produktentwicklung eingebracht werden.

Der Genaue Ablauf eines QFD hängt auch von der konkreten Anwendung ab. Häufig werden dabei jedoch die folgenden neun Schritte durchlaufen:

  • Erfassen der Kundenanforderungen:
    Durch Marktforschung und Kundenbefragung werden alle für den Kunden bedeutsamen Produktmerkmale ermittelt.
  • Gewichten der Kundenanforderungen:
    Zusätzlich werden die Präferenzen der Kunden und entsprechende Gewichtungen mittels der Multidimensionalen Skalierung erhoben.
  • Wettbewerbsanalyse:
    der Erfüllung der Anforderungen aus Kundensicht
  • Ableiten der technischen Merkmale/Prozessanforderungen:
    Die ermittelten Kundenwünsche werden in anwendungsgerechte und quantifizierbare technische Merkmale / Prozessmerkmale umgesetzt.
  • Aufzeigen der Interdependenzen:
    Abhängigkeiten zwischen den technischen / prozessualen Spezifikationen müssen geklärt werden, um komplementäre, neutrale oder konfliktträchtige Beziehungen offenzulegen.
  • Erstellen einer Beziehungsmatrix:
    Als nächstes wird systematisch untersucht, wie stark jede prozessuale oder technische Anforderung die einzelnen Kundenwünsche beeinflusst.
  • Quantifizieren der Spezifikationen:
    Die prozessualen / technischen Merkmale werden nun näher bestimmt.
  • Ausprägungen der prozessualen / technischen Merkmale analysieren:
    Kundenanforderungen mit hoher Priorität sollten möglichst mit Spezifikationen realisiert werden, die dem Konkurrenzprodukt überlegen sind.
  • Erfüllungsgrad der Merkmale aus Kundensicht prüfen:
    Ermittlung der Anteile des jeweiligen prozessualen / technischen Merkmals an der Erfüllung aller Kundenanforderungen.

agile Methoden


Der Begriff „agil“ selbst beschreibt keine Methode, sondern eine bestimmte Denkweise. Dies bedeutet allerdings nicht, dass keine agilen Methoden existieren. Hierbei handelt es sich unter anderem um Methoden wie Scrum, Design-Thinking und Kanban. Diese Methoden werden in dem folgenden Artikel „Anwendung ausgewählter agiler Methoden bei Six Sigma Projekten" beschrieben.

 

Flexibles Projektmanagement ist ein Teil der agilen Methoden. APQC hat zu diesem Bereich eine kurze Umfrage durchgeführt.
 

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